Endlich Baobabs
“Der Zug verlässt den grössten Marktplatz Tanzanias für Amulette, Wurzeln, Knollen, Pülverchen und andere Hexen- und Zauberutensilien. Shinyanga liegt hinter mir und bis anhin bin ich weder von einem bösen Zauber besessen, noch ist mir sonst ein grösseres Unheil widerfahren, wie es meine tansanischen Freunde prophezeit haben. Weisse Magie für den weissen Reisenden?
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Endlich Baobabs. Ich hatte seit ich in Tansania angekommen war noch kein einziges Exemplar dieses Baumes, der wie keine andere Pflanze für den schwarzen Kontinenten steht, zu Gesicht bekommen und war nun umso überwältigter, als sich am Horizont im gelben, vertrockneten Grasmeer ihre dicken, knorrigen Stämme abzeichneten. Einsam standen sie in der weiten Ebene, jeder zwanzig, fünfzig Meter vom nächsten entfernt. Sie wirkten tot und untötbar zugleich, so dick und grau ihr Stamm, so mächtig und kahl ihre Krone. Der Anblick der Baobabs machte mich glücklich und der kindische Gedanke überkam mich, nun erst endlich in Afrika angekommen zu sein. Ich streckte meinen Kopf so weit wie ich nur konnte zum Fenster hinaus. Die Wolken schwebten tief über dem Boden, wie so oft in dieser Region der Erde. Der Himmel war dunstig blau, mit weissen Punkten durchsetzt. Endlos weit. Die Russschwaden stiegen senkrecht von der Lokomotive in die hellblaue Decke empor, verloren je höher sie stiegen ihr dunkle Färbung, bis sie sich in der Unendlichkeit des afrikanischen Himmels verloren.
Der Zug fuhr gemächlich über die Hochebene von Shinyanga… “

Juni 30, 2008 um 7:20
Lieber Miktator
Das sind sehr lebendige Skizzen aus Afrika und dem Zürcher Nachtleben. Aber etwas darfst du nicht vergessen: die Satzzeichen. Das ist zwar eine pedantische Kritik, aber ich erwarte von einem solch sprachgewaltigen Autor auch Perfektion in der Grammatik.
Sonst aber: Mach weiter so, wir sehen mit Spannung deinem nächsten Blog entgegen.
Masoko the Mamba sniper
Juni 30, 2008 um 7:24
Sehr geehrter Mamba Sniper
Natürlich werde ich mir diese Kritik zu Herzen nehmen und bei zukünftigen Blogs den Satzzeichen die ihnen gebührende Beachtung schenken.